Am 10. Juli 1992 wurde der Bergmannverein "Glückauf" Sondershausen e.V. gegründet. Den Anstoß zur Vereinsneugründung gab das herannahende 100-jährige Bestehen des Sondershäuser Kalibergbaus.

Bereits 1893 wurde mit der Gründung der Gewerkschaft “Glückauf” auch der erste Bergmannsverein im Juni desselben Jahres in Sondershausen ins Leben gerufen. Die Teilung der Gerechtsame in mehrere Gewerkschaften hatte in den Gründerjahren die Bildung weiterer Vereine zur Folge, so dass zusammen mit dem Kaliwerk Göllingen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Region elf Bergmannsvereine bestanden, die 1936 in der NS-Zeit ihre Arbeit einstellen mussten; außer einigen Fotos und vier historischen Fahnen ist nur wenig überliefert.

Nach der politischen Wende 1990/1991 konnten wieder Vereine gegründet werden und so kam es zu der beschriebenen Neugründung unseres Vereines.

Es wurde eine Satzung angenommen, ein Vorstand gewählt sowie die nächsten Ziele des Vereins festgelegt. Der erste Vorsitzende war Eberhard Bauer.  Mit der Festwoche “100 Jahre Kali Sondershausen”, umrahmt von der gleichnamigen Festschrift, von Ausstellungen, vom errichteten Technischen Denkmal in der Schachtstrasse, einem Symposium, einer Festveranstaltung im untertägigem Festsaal, der Weihe der vom Bürgermeister Kreyer gestifteten Standarte sowie der ersten Bergparade nach 70 Jahren wurde der Durchbruch erzielt und die Akzeptanz wuchs spürbar.

Der Verein hat sich die Aufgabe gestellt, das technisch - kulturelle Erbe des prägenden Kalibergbaus zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die Kameradschaft und das Brauchtum der Kaliwerker mit den vielseitigen Traditionen zu pflegen und die Kontakte zu anderen Thüringer Vereinen, den Vereinen der anderen Landesverbände durch Teilnahme an Bergparaden und Veranstaltungen weiter zu vertiefen.

Gemeinsam mit den Vereinen aus Bleicherode und Roßleben wurde im Mai 1993 der Landesverband Thüringen im Bund Deutscher Bergmanns- Hütten- und Knappenvereine gegründet. Mit dem Bau eines eigenen Vereinshauses auf dem denkmalsgeschützten Gelände des Petersenschachtes, feierliche Einweihung Juni 1998, hat sich der Verein beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches traditionsverbundenes Vereinsleben gegeben.

 

Der Verein hat heute 128 Mitglieder, 34 Kameradinnen und 94 Kameraden (Stand 01.02.2016).

 

 

 

 

 

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